Politik der Geschlechter

Bei "Politik und Geschlecht – Politiken der Geschlechter" handelt es sich um einen Call for Abstracts für ein Handbuch mit einem geplanten Erscheinungsdatum 2023, in Form eines einseitigen Abstracts (max. 500 Wörter)Die vollständigen Beiträge sollen einen Umfang von 20.000 bis max. 35.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Literatur) nicht überschreiten.

In nahezu allen Disziplinen stellen Handbücher wichtige Referenzpunkte für den Stand ihrer Forschung und ihrer ausdifferenzierten Themengebiete dar. Unter anderem liefern sie Definitionen, setzen Standards und bieten kompakte und aktuelle Bestandsaufnahmen zu spezifischen Forschungsgegenständen, -fragen und -kontroversen. Die deutschsprachige feministische Politikwissenschaft blickt auf eine äußerst produktive, über 30-jährige Geschichte zurück. Gleichwohl bleibt die Institutionalisierung feministischer und geschlechterforscherischer Arbeitsbereiche und Lehrstühle in der Politikwissenschaft mit Fokus auf Geschlechterverhältnisse oder -politiken weiterhin prekär.

Das Open-Access Projekt Living Handbook „Politik und Geschlecht – Politiken der Geschlechter“ verfolgt das Ziel, die Wissensbestände feministischer Politikwissenschaft sowie der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung zu systematisieren und in kompakter Form Forschenden, Studierenden und der interessierten breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierdurch soll die Integration politikwissenschaftlicher Geschlechterforschung und feministischer politikwissenschaftlicher Zugänge in die Lehre erleichtert und zugleich Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen im ‚Mainstream‘ der Disziplin geschaffen werden. Das Living Handbook ist ein kollektives und kollaboratives Projekt in Kooperation mit dem Verlag Barbara Budrich, das den Austausch innerhalb der feministisch und geschlechterbezogen forschenden politikwissenschaftlichen scientific community stärken möchte. Die Beiträge können die einzelnen Gegenstände, Themen und Fragestellungen sowohl konzeptionell-theoretisch erläutern als auch mittels empirischer Forschung/sergebnisse einen feministisch-politikwissenschaftlichen Zugriff auf den jeweiligen Forschungsgegenstand sichtbar machen. Im Idealfall umfassen die Beiträge beides. Wir wünschen uns Beiträge, die Geschlecht/erverhältnisse insbesondere unter Berücksichtigung intersektionaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse diskutieren bzw. im Kontext neuerer Forschungsergebnisse und -debatten situieren wie z.B. der Post-/Decolonial Studies, der kritischen Antisemitismus- und Rassismusforschung, der Disability Studies, der Queer und Trans* Studies, der Affect Studies oder der politischen Ökologie.

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge zu folgenden Themen:

I. Doing politikwissenschaftliche Geschlechterforschung: Methoden und Forschungspraxis, Wissenschaft als Arbeit, Feministische Forschungsethik und -politik: Macht und Herrschaft in der (akademischen) Wissensproduktion, Reflexivität, Standpunkt, Repräsentation: Strategien der feministischen Forschungspraxis, Gender in quantitativen Methoden: Wider die Objektivität, Gender und qualitative Methoden I: Interviews, Gender und qualitative Methoden II: Situationsanalyse, Qualitative Methode III: Feministische Ethnographie, Qualiatitve Methode IV: Die feministische Politik des Vergleichens (z.B. Mohanty), Theorie als Methode I: Normative feministische Politische Theorie, Theorie als Methode II: Dekonstruktivistische feministische Theorie, Theorie als Methode III: Materialistische feministische Theorie, Bewegungsforschung: partizipativ und emanzipatorisch?, Künstlerisches Forschen, Archivforschung, Storytelling, Aktivismus und Forschung, Lehre – Teaching to transgress, Geschlechterpolitisches Curriculum in der Politikwissenschaft – Stand und Herausforderungen

II. Gendering Politikwissenschaft und Ideengeschichte: Politische Ideologien und die Bedeutung von Geschlecht (liberaler, konservativer, sozialistischer Feminismus...), Politische Ökonomie (Klasse/Kapitalismus, (geschlechtsspezifische) Arbeit/steilung & Ökonomie), Demokratie (Repräsentation, Partizipation, Verkörperung), Caring Relations? Wohlfahrtsstaat/Sozialpolitik, Staat, Staatstheorie, Vertragstheorien – Kritische Perspektiven, Feminist International Relations, Krieg/Gewalt/Konflikt/Sicherheit, Widerständige Frauen* / Frauen* im Widerstand, Doing Gender in der (institutionalisierten) Politik (Wahlforschung/Partizipation, z.B. Sexismus/Ausschlüsse im Parlament, Parteipolitik, Repräsentation), Gendering politische Bildung/ Politikdidaktik, Geschlecht und Politiken des Digitalen, Nationalstaaten und Staat/lichkeit, Globalisierung, global governance, (Geographische Kontexte, z.B. Geschlechterverhältnisse /LGBTI*Q in XYZ?), Historische Perspektiven: Geschlecht, Geschichte und Politik

III. Embodying controversies in der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung: Die Ordnung des Kolonialismus (Hierarchisierung von Differenz, Rassismus, Antisemitismus), Geschlechterverhältnisse, Antisemitismus, Moderne, Männlichkeit, Androzentrismus, Heteronormativität, Sexualität, Geschlechtsidentität, Körperpolitik jenseits der Geschlechterbinarität, Verkörperte Interventionen in- und außerhalb (demokratischer) Institutionen (Parteien/Parlamente, soziale Bewegungen, Alltagspraxen), Biopolitik, Bevölkerungspolitik, Reproduktionspolitik I: Rassismuskritische Perspektiven, Biopolitik, Bevölkerungspolitik, Reproduktionspolitik II: Kritische Perspektiven aus den dis/abilty Studien, „I’d rather be a cyborg than a goddess“: Digitalisierung, feminist STS, technopolitics, Politiken der Sorge (Care, Familiarismus, Mutterschaft), Ökologie, Natur, Ressourcen, Klimapolitik, Umweltpolitik, Posthumanismus, Gleichstellungspolitik als politikwissenschaftliche Praxis? (Anti-Diskriminierung, Diversity, Intersektionalität), Solidarität als grenzüberschreitende feministische Praxis: Migration, Menschenrechte, Nord-Süd, Armut, Was tun? Das „wie“ des Widerstands (Dissidenz, ziviler Ungehorsam, Opposition, soziale Bewegungen)

IV. Desiderate, Weichenstellungen und aktuelle Herausforderungen: Politikwissenschaftliche Geschlechterforschung dekolonialisieren, Autoritarismus, Populismus, (Extreme) Rechte + Antifeminismus, Feministische Politik more-than-human-worlds, Feministische Politikwissenschaft jenseits eurozentrischer Perspektiven

Deadline
Call Adresse Stauffenbergstr. 7, 51379 Leverkusen, Deutschland
Benefits
Fördertyp
Schwerpunkt
Add to Calendar Add to Calendar 2021-12-15 00:00:00 2021-12-15 23:59:00 Deadline! Politik der Geschlechter | newsbase.at https://www.soziopolis.de/fileadmin/Editorial/Calls/CfA_Politik_der_Geschlechter_15.12.2021.pdf

Bei "Politik und Geschlecht – Politiken der Geschlechter" handelt es sich um einen Call for Abstracts für ein Handbuch mit einem geplanten Erscheinungsdatum 2023, in Form eines einseitigen Abstracts (max. 500 Wörter)Die vollständigen Beiträge sollen einen Umfang von 20.000 bis max. 35.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Literatur) nicht überschreiten.

In nahezu allen Disziplinen stellen Handbücher wichtige Referenzpunkte für den Stand ihrer Forschung und ihrer ausdifferenzierten Themengebiete dar. Unter anderem liefern sie Definitionen, setzen Standards und bieten kompakte und aktuelle Bestandsaufnahmen zu spezifischen Forschungsgegenständen, -fragen und -kontroversen. Die deutschsprachige feministische Politikwissenschaft blickt auf eine äußerst produktive, über 30-jährige Geschichte zurück. Gleichwohl bleibt die Institutionalisierung feministischer und geschlechterforscherischer Arbeitsbereiche und Lehrstühle in der Politikwissenschaft mit Fokus auf Geschlechterverhältnisse oder -politiken weiterhin prekär.

Das Open-Access Projekt Living Handbook „Politik und Geschlecht – Politiken der Geschlechter“ verfolgt das Ziel, die Wissensbestände feministischer Politikwissenschaft sowie der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung zu systematisieren und in kompakter Form Forschenden, Studierenden und der interessierten breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierdurch soll die Integration politikwissenschaftlicher Geschlechterforschung und feministischer politikwissenschaftlicher Zugänge in die Lehre erleichtert und zugleich Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen im ‚Mainstream‘ der Disziplin geschaffen werden. Das Living Handbook ist ein kollektives und kollaboratives Projekt in Kooperation mit dem Verlag Barbara Budrich, das den Austausch innerhalb der feministisch und geschlechterbezogen forschenden politikwissenschaftlichen scientific community stärken möchte. Die Beiträge können die einzelnen Gegenstände, Themen und Fragestellungen sowohl konzeptionell-theoretisch erläutern als auch mittels empirischer Forschung/sergebnisse einen feministisch-politikwissenschaftlichen Zugriff auf den jeweiligen Forschungsgegenstand sichtbar machen. Im Idealfall umfassen die Beiträge beides. Wir wünschen uns Beiträge, die Geschlecht/erverhältnisse insbesondere unter Berücksichtigung intersektionaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse diskutieren bzw. im Kontext neuerer Forschungsergebnisse und -debatten situieren wie z.B. der Post-/Decolonial Studies, der kritischen Antisemitismus- und Rassismusforschung, der Disability Studies, der Queer und Trans* Studies, der Affect Studies oder der politischen Ökologie.

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge zu folgenden Themen:

I. Doing politikwissenschaftliche Geschlechterforschung: Methoden und Forschungspraxis, Wissenschaft als Arbeit, Feministische Forschungsethik und -politik: Macht und Herrschaft in der (akademischen) Wissensproduktion, Reflexivität, Standpunkt, Repräsentation: Strategien der feministischen Forschungspraxis, Gender in quantitativen Methoden: Wider die Objektivität, Gender und qualitative Methoden I: Interviews, Gender und qualitative Methoden II: Situationsanalyse, Qualitative Methode III: Feministische Ethnographie, Qualiatitve Methode IV: Die feministische Politik des Vergleichens (z.B. Mohanty), Theorie als Methode I: Normative feministische Politische Theorie, Theorie als Methode II: Dekonstruktivistische feministische Theorie, Theorie als Methode III: Materialistische feministische Theorie, Bewegungsforschung: partizipativ und emanzipatorisch?, Künstlerisches Forschen, Archivforschung, Storytelling, Aktivismus und Forschung, Lehre – Teaching to transgress, Geschlechterpolitisches Curriculum in der Politikwissenschaft – Stand und Herausforderungen

II. Gendering Politikwissenschaft und Ideengeschichte: Politische Ideologien und die Bedeutung von Geschlecht (liberaler, konservativer, sozialistischer Feminismus...), Politische Ökonomie (Klasse/Kapitalismus, (geschlechtsspezifische) Arbeit/steilung & Ökonomie), Demokratie (Repräsentation, Partizipation, Verkörperung), Caring Relations? Wohlfahrtsstaat/Sozialpolitik, Staat, Staatstheorie, Vertragstheorien – Kritische Perspektiven, Feminist International Relations, Krieg/Gewalt/Konflikt/Sicherheit, Widerständige Frauen* / Frauen* im Widerstand, Doing Gender in der (institutionalisierten) Politik (Wahlforschung/Partizipation, z.B. Sexismus/Ausschlüsse im Parlament, Parteipolitik, Repräsentation), Gendering politische Bildung/ Politikdidaktik, Geschlecht und Politiken des Digitalen, Nationalstaaten und Staat/lichkeit, Globalisierung, global governance, (Geographische Kontexte, z.B. Geschlechterverhältnisse /LGBTI*Q in XYZ?), Historische Perspektiven: Geschlecht, Geschichte und Politik

III. Embodying controversies in der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung: Die Ordnung des Kolonialismus (Hierarchisierung von Differenz, Rassismus, Antisemitismus), Geschlechterverhältnisse, Antisemitismus, Moderne, Männlichkeit, Androzentrismus, Heteronormativität, Sexualität, Geschlechtsidentität, Körperpolitik jenseits der Geschlechterbinarität, Verkörperte Interventionen in- und außerhalb (demokratischer) Institutionen (Parteien/Parlamente, soziale Bewegungen, Alltagspraxen), Biopolitik, Bevölkerungspolitik, Reproduktionspolitik I: Rassismuskritische Perspektiven, Biopolitik, Bevölkerungspolitik, Reproduktionspolitik II: Kritische Perspektiven aus den dis/abilty Studien, „I’d rather be a cyborg than a goddess“: Digitalisierung, feminist STS, technopolitics, Politiken der Sorge (Care, Familiarismus, Mutterschaft), Ökologie, Natur, Ressourcen, Klimapolitik, Umweltpolitik, Posthumanismus, Gleichstellungspolitik als politikwissenschaftliche Praxis? (Anti-Diskriminierung, Diversity, Intersektionalität), Solidarität als grenzüberschreitende feministische Praxis: Migration, Menschenrechte, Nord-Süd, Armut, Was tun? Das „wie“ des Widerstands (Dissidenz, ziviler Ungehorsam, Opposition, soziale Bewegungen)

IV. Desiderate, Weichenstellungen und aktuelle Herausforderungen: Politikwissenschaftliche Geschlechterforschung dekolonialisieren, Autoritarismus, Populismus, (Extreme) Rechte + Antifeminismus, Feministische Politik more-than-human-worlds, Feministische Politikwissenschaft jenseits eurozentrischer Perspektiven



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