Kulturamt der Stadt Graz

Interkultur und Volkskultur

Stigergasse 2
8020 Graz
Österreich

47.0723283, 15.4338105

zur Ausschreibung

Die Begriffsbestimmung der "Volkskultur" wird und wurde im urbanen Bereich angesichts der zahlreichen Vereinigungen mit Migrationshintergrund und interkulturellen Projekten im Kulturressort immer wieder diskutiert, weshalb der Bereich hinsichtlich eines Schwerpunktes "Interkultur" erweitert wurde.
Die Stadt Graz birgt einen Schatz großer kultureller und sprachlicher Vielfalt. Hierbei steht die Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen der Stadt im Zentrum des Interesses. Spannend sind vor allem solche Projekte, die sich über einen essentialistischen Kulturbegriff hinausentwickeln und versuchen, einen Raum der gemeinsamen Erzählungen aufzubauen: ein Raum des wechselseitigen Tauschens und Übersetzens verschiedener kultureller Konzepte, aus dem sich ein gemeinsames Neues entwickelt.
Gelebte Traditionen wie Brauchtum und gesellschaftliche Rituale einer bestimmten Region wachsen, entwickeln und verändern sich mit den in ihnen lebenden Menschen. So definierte Volkskultur kann nicht nur positive Identitätsstifterin und Unterhaltung sein, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der Alltagskultur und kann darüber hinaus auch dazu beitragen, die Kommunikation und das Verstehen zwischen verschiedenen Kulturen der Stadt zu erleichtern. Eine zeitgenössische "Volkskultur" soll also die Realität der Vielfalt einer Stadt widerspiegeln.

Die vorrangigen Ziele des Fachbeirates für Interkultur und Volkskultur sind: Graz-Bezug, Qualität, Innovation, Professionalität, Vielfaltsicherung, Entwicklung von Strategien eines gelungenen Zusammenlebens 

  • Qualität (schließt ein: klares Konzept, Bedeutung der Initiative im Rahmen des Grazer Kulturlebens, erwartbare Professionalität der Umsetzung, Anspruch auf qualitätsvolle künstlerische Gestaltung, Nachhaltigkeit)
  • Innovation (schließt ein: zumindest einzelne neue Projekte im Jahresprogramm, neue Versuche der Kommunikation, Gewinnung neuen/jungen Publikums)
  • Kommunikation (schließt ein: Angabe des Zielpublikums, erwartbare TeilnehmerInnen/ BesucherInnenzahlen, Marketingkonzept, Medienarbeit und erwartbare Medienresonanz, generationenübergreifende Aspekte, Webpräsenz, Dokumentation)
  • Kooperation (schließt ein: Zusammenarbeit - insbesondere neue - mit öffentlichen und privaten Institutionen, Einbeziehung von SponsorInnen bzw. Drittmitteln, überregionale und internationale Vernetzung)
  • Budgettransparenz (schließt ein: nachvollziehbare Aufschlüsselung des Budgets, Kostenbewusstsein, Begründung außergewöhnlicher Honorare und Gehälter)
  • Nach Bewertung der künstlerischen Qualität wird die Geschlechterausgewogenheit nach Möglichkeit berücksichtigt

Für eine Jahresförderung für das Jahr 2024, bzw. für Projekte im ersten Quartal 2024 können Anträge bis 20. September 2023 gestellt werden.

Krems, Österreich

Wien, Österreich

Einreichberechtigte: Herkunft o. Wohnort: Österreich

Projektförderung

Open Call: STÖRFAKTOREN 2025

Innsbruck, Österreich